Nach seinem denkwürdigen Auftritt beim „Prozess gegen Deutschland“ im Thalia Theater, bei dem er die Kettensäge zum „neuen Hakenkreuz“ erklärte (Apollo News berichtete), hat der Soziologe Andreas Kemper nun mit einem Gastbeitrag für Campact nachgelegt – und dabei seine offenbar traumatischen Erfahrungen aus Hamburg reflektiert. Im Zentrum stehen Forderungen nach der gezielten Ausgrenzung politischer Gegner sowie erneute provokante Vergleiche mit NS-Symbolik.
In seinem Text plädiert Kemper dafür, rechten und libertären Stimmen systematisch öffentliche Plattformen zu entziehen. „Man darf Rechten keine Bühne geben, und man sollte sich nicht mit Rechten zusammen auf die Bühne begeben“, so Kemper. Das sei schon immer seine Position gewesen, aber noch verstärkt worden, „nachdem ich beim ‚Prozess gegen Deutschland‘ auf Joana Cotar getroffen bin“.
Allein der Umstand, dass mit Harald Martenstein, Joana Cotar und Frauke Petry dezidiert bürgerliche Teilnehmer ins Thalia Theater geladen waren, habe Kemper „schockiert“. „Mit diesen Menschen wollte ich nicht auf eine Bühne. Es ist absurd.“ Dass sie zudem im „Prozess gegen Deutschland“ nicht vor Gericht standen, sondern lediglich als Redner auftraten, bedauert er.
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