Nachdem die Leiterin der Berlinale, Tricia Tuttle, die Instrumentalisierung des Filmfestivals für antiisraelische Zwecke zugelassen hatte und es auf offener Bühne zu einem Eklat gekommen war, möchte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer jetzt durchgreifen und die Ablösung Tuttles als Leiterin des größten deutschen Filmfestivals veranlassen, wie Medien übereinstimmend berichten.
Der parteilose Politiker hat für Donnerstag eine außerordentliche Sitzung der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH einberufen. Dies ist die staatliche Trägergesellschaft der Berlinale, sie gehört zu 100 Prozent dem Bund. Als Kulturstaatsminister im Kanzleramt ist Wolfram Weimer dafür verantwortlich. Auf der Tagesordnung steht die Zukunft des Filmfestivals – insbesondere die der Leitung. Gleichzeitig wehrt sich die deutsche Kulturszene gegen das Ende von Tuttle als Berlinale-Chefin.
In einem Schreiben, über das Bild berichtet, heißt es: „Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, die Unabhängigkeit der Berlinale zu garantieren und zu respektieren und die Debatte mit Augenmaß zu führen. Kultur darf nicht zum Spielball politischer Auseinandersetzungen werden.“ Und weiter: „Dieser Versuch der Einmischung ist ein gefährliches Signal, das weit über das Festival hinausreicht.“ Das Schreiben wurde von deutschen Schauspielern wie Iris Berben und Filmemachern wie İlker Çatak, Volker Schlöndorff und Wim Wenders unterstützt.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











