Neue Vorwürfe gegen Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner: Der CDU-Politiker hat offenbar nicht nur sein Tennismatch während des Blackouts verharmlost, sondern auch zentrale Teile seines Krisenmanagements falsch dargestellt. Entgegen seinen eigenen Aussagen gab es vor dem Tennistermin keinerlei Kontakt zum Kanzleramt oder zum Bundesinnenministerium. Darüber berichtet der Tagesspiegel.
Wegner hatte nach dem Stromausfall öffentlich den Eindruck erweckt, bereits am Morgen intensiv auf Bundesebene kommuniziert und koordiniert zu haben. Er sprach davon, früh mit Krisenstäben, Stromnetz Berlin und „vor allem auch mit der Bundesregierung“ telefoniert zu haben – inklusive Kanzleramt und Innenministerium. Diese Gespräche stellte er als Grundlage dafür dar, die Bundeswehr in die Krisenbewältigung einzubinden.
Die nun freigegebenen Informationen aus der Senatskanzlei zeichnen jedoch ein deutlich anderes Bild. Demnach fand der Austausch mit Bundesstellen erst NACH dem Tennistermin statt. Für die Stunden davor lässt sich ein solcher Kontakt gerade nicht belegen.
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