In Tilburg in den Niederlanden und umliegenden Ortschaften sind am Sonntag ohne Vorwarnung 18.000 Haushalte vom Stromnetz getrennt worden. Der Netzbetreiber Enexis schaltete eine Mittelspannungsstation vorsorglich ab, weil eine Überlastung des Stromnetzes in der Umgebung von Tilburg befürchtet wurde. Eine Überlastung kann zu Kurzschlüssen und Überhitzung führen, was wiederum zu Bränden führen kann. Die Reparatur kann dann Monate dauern.
Als Folge der Abschaltung waren zahlreiche Haushalte am Sonntagmittag schlagartig ohne Strom. In Gilze blieben zwei Personen in einem Fahrstuhl stecken, wie die öffentlich-rechtliche Nachrichtenrundfunk NOS berichtete. Etwa eine halbe Stunde später hatten alle betroffenen Haushalte wieder Strom.
Kurz nach dem Vorfall rechtfertigte ein Sprecher des Netzbetreibers die Maßnahme folgendermaßen: „Es ist für alle Betroffenen äußerst ärgerlich, aber diese Notfallmaßnahme war notwendig, um eine Verschlimmerung der Lage zu verhindern. Hätten wir nicht gehandelt, wären möglicherweise Stromversorgungskomponenten ausgefallen. Das hätte zu einem viel längeren Stromausfall geführt.“
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