In diesem Jahr bestanden in Berlin lediglich 15 von 1.223 Grundschülern den Probeunterricht fürs Gymnasium – also nur 1,2 Prozent. Zunehmend weniger Kinder bestehen den Probeunterricht. Denn noch im Jahr 2025 betrug der Anteil 2,6 Prozent – bereits das wurde als Klatsche für das Berliner Bildungssystem gesehen. Die neuen Daten gehen aus einer Mitteilung der Berliner Bildungsverwaltung vom Donnerstag hervor.
Diese Entwicklung sieht die Bildungsverwaltung unter der Senatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) positiv. „Die Ergebnisse bestätigen erneut, dass der festgelegte Grenzwert für die Gymnasialempfehlung sorgfältig gewählt wurde und eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen am Gymnasium darstellt“, heißt es in der Mitteilung. Die Ergebnisse würden zudem „die hohe fachliche Qualität der Förderprognosen der Berliner Grundschullehrkräfte“ beweisen.
Während zunehmend weniger Schüler das gymnasiale Niveau im Probeunterricht erreichen, scheint zugleich das Bildungsniveau an Berliner Gymnasien zu sinken. So sorgte zuletzt der Bericht für Aufsehen, dass Literaturklassiker wie Goethes „Faust“ oder Werke von Schiller teilweise nur noch in vereinfachter moderner Sprache behandelt werden, wie der Tagesspiegel berichtete.
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