Am Montag will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 vorstellen. Etliche Zahlen sind dabei schon im Vorfeld durchgesickert. So ist die erfasste Kriminalität nach Angaben der Welt im letzten Jahr um 5,6 Prozent auf 5,5 Millionen Straftaten gesunken. Der Rückgang der erfassten Straftaten ist maßgeblich auf weniger Drogendelikte wegen der (Teil-)Legalisierung von Cannabis zurückzuführen. Bei der schweren Gewaltkriminalität hingegen werden teils erhebliche Anstiege vermeldet.
Die erfasste Gewaltkriminalität sank zwar um 2,3 Prozent auf 212.000 Fälle. Mord und Totschlag sowie Vergewaltigungen und besonders schwere sexuelle Übergriffe gab es dagegen deutlich häufiger. Hier betrug der Anstieg laut der Welt 6,5 Prozent beziehungsweise 8,5 Prozent. Bei Jugendlichen stieg auch die Gewaltkriminalität insgesamt um 3,3 Prozent. Damit hat sich der jüngste Anstieg zwar abgeschwächt, die Entwicklung geht aber weiter in dieselbe Richtung.
Im mittelfristigen Vergleich ist die Gewaltkriminalität laut Statistik erheblich angestiegen. Seit 2019 hat die Zahl der Fälle um mehr als 31.000 zugenommen. Vergewaltigungen und besonders schwere Sexualdelikte werden inzwischen mehr als anderthalbmal so oft erfasst wie vor Corona. Auch gefährliche und schwere Körperverletzungen sowie Raubdelikte und die Jugendkriminalität legten überdurchschnittlich zu.
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