Der deutsche Atomausstieg ist nicht endgültig und irreversibel. Eine Reaktivierung der deutschen Kernkraftwerke sei nach wie vor technisch machbar und wirtschaftlich attraktiv. Das schreibt die in Chicago ansässige Radiant Energy Group in ihrem neuen Energiebericht und legt mit „Restarting Germany’s Reactors: Viability and Outlook“ eine Gegenrechnung zum deutschen Atomausstieg auf. Der Ausstieg aus der Kernkraft sei politisch zwar vollzogen, technisch aber nicht endgültig, heißt es darin.
14 stillgelegte deutsche Reaktoren seien grundsätzlich wieder in Betrieb zu bringen, wenn der Rückbau sofort gestoppt, das Atomgesetz geändert und die Haftungsfrage neu geregelt werde, so die Gruppe, die ihre Arbeit als unabhängige datengetriebene Beratung für Politik und Investoren beschreibt. Radiant wirft einen Blick von außen auf die deutsche Energiesituation. Und die ist dramatisch; das Desaster, das die „Energiewender“ angerichtet haben, ist mittlerweile offensichtlich.
„Die Reaktivierung der deutschen Kernkraftwerke ist nach wie vor technisch machbar und auch wirtschaftlich attraktiv. Es ist lediglich eine Frage des politischen Willens, technische Hürden würden einem Neustart der Kernkraft in Deutschland nicht im Wege stehen“, stellen die Fachleute fest.
Mit dabei ist übrigens auch Ulrich Gräber, Ingenieur und früher Vorstand der EnBW Kraftwerke und Autor des Spiegel-Bestsellers „Kniefall vor der Unvernunft“. Er vergleicht die Lage heute mit dem Start der Kernkraft in Deutschland ab 1955. Damals startete sie auf einer grünen Wiese, ohne Betrieb, Personal, Standorte und Betriebserfahrung. Heute kann sich ein Wiedereinstieg auf ein erhebliches Erbe stützen, auch ein Nukleus des Fachpersonals und der kerntechnischen Industrie ist noch vorhanden.
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