In den Koalitionsverhandlungen erhöht die SPD immer weiter den Druck auf die Union. Insbesondere im Themenbereich Innenpolitik möchten die Sozialdemokraten zahlreiche Reformen durchsetzen. Eine davon bezieht sich auf das Abstammungsrecht und enthält brisante Details zu einer geplanten Durchsetzung einer „Mehrelternschaft“. Dies geht aus dem Koalitionspapier der Arbeitsgruppe Innen, Recht, Migration und Integration hervor, das Apollo News vorliegt.
Eine Reform des Abstammungsrechts war eigentlich bereits im Koalitionsvertrag der Ampelregierung festgelegt, konnte jedoch aufgrund des Auseinanderbrechens der Regierung nicht mehr rechtzeitig umgesetzt werden. Die Sozialdemokraten fordern nun: „Die Vielfalt an Familienkonstellationen und die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin machen eine grundlegende Reform des Abstammungsrechts dringend erforderlich.“
Die SPD hat dabei drei Kernforderungen. So will man zum einen „Vereinbarungen zu rechtlicher Elternschaft schon vor der Empfängnis ermöglichen“. Für lesbische Ehen soll künftig automatisch gelten, dass ein Kind, das in die Ehe hineingeboren wird, rechtlich das Kind beider Frauen und damit nicht allein der leiblichen Mutter wird.
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