Ungewohntes Lob für den Bundeskanzler von Tino Chrupalla: Friedrich Merz habe sich der Position der AfD zum Iran-Krieg angenähert und eine Beteiligung Deutschlands an dem Feldzug von Donald Trump und Benjamin Netanjahu abgelehnt; „nun sorgen Sie für Frieden in Europa und gehen Sie auf Russland zu“, fordert der AfD-Fraktionsvorsitzende in seiner Antwort auf die Regierungserklärung des Kanzlers. Es sei angesichts der Weltlage auch im deutschen Interesse, wieder Erdöl und Erdgas aus Russland zu beziehen.
Friedrich Merz hatte zuvor das für die kommenden zwei Tage angesetzte Gipfeltreffen der europäischen Staats- und Regierungschefs genutzt, um sich in seiner bevorzugten Rolle als „Außenkanzler“ in Szene zu setzen. Nach seiner schroffen Absage an US-Forderungen nach militärischer Unterstützung bei der Sicherung der Handelswege durch die Straße von Hormus blieb Merz zwar auf Distanz zum Nahost-Krieg.
Washington habe „uns nicht zu Rate gezogen“, man hätte auch abgeraten, „diesen Weg so zu gehen“, erklärte Merz. Gleichzeitig schickte der Bundeskanzler versöhnlichere Signale nach Washington: An der Absicherung einer neuen Nahost-Friedensordnung nach Ende der Kampfhandlungen werde Deutschland sich aber beteiligen.
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