Das Schweizer Pendant zu ARD und ZDF, das „Schweizer Radio und Fernsehen“ oder auch SRF, wird ab sofort bei Berichten über Straftaten immer die Nationalität der Täter nennen. Es handle sich dabei um eine „Anpassung an journalistische Realitäten“ und solle Diskriminierung vorbeugen.
Das SRF bricht damit mit seiner eigenen langjährigen Praxis und ändert seine publizistischen Leitlinien, wie der Blick berichtet. Neu heißt es darin nun: „Wir wollen und müssen – wie bei anderen Themen auch – so präzis und transparent berichten wie möglich. Deshalb gehört es dazu, auch die Nationalität von Täterinnen, Tätern und Opfern zu nennen.“ Damit schaffe man Transparenz und beuge Spekulationen, Gerüchten oder Falschinformationen vor, heißt es weiter.
Vormals war laut Leitlinien das Thematisieren der Nationalität nur dann zulässig, wenn sie im Zusammenhang mit der Tat bedeutsam war, wie beispielsweise bei Ehrenmorden. Oder wenn „begründetes öffentliches Interesse“ an der Herkunft des Täters bestand. Auch diese Richtlinie wurde mit der Gefahr von Vorurteilen begründet.
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