Sechs Gründe, warum die Windkraft in Deutschland gescheitert ist

vor etwa 1 Jahr

Sechs Gründe, warum die Windkraft in Deutschland gescheitert ist
Bildquelle: NiUS

„Wir setzen den Ausbau der Windkraft fort“, heißt es im schwarz-roten Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung. Auch CDU, CSU und SPD wollen am Weg der sogenannten „Energiewende“ festhalten, Atomkraft als günstige und saubere Lösung ignorieren und als einzige Nation in der EU schon 2045 – also fünf Jahre früher – CO2-neutral werden.

Ein gewichtiger Teil dieser „Energiewende“ ist etwas, das mehr und mehr Menschen ein Dorn im Auge wird, je näher es an Städte, Dörfer und Wohnhäuser heranrückt: Windkraftanlagen. Rund 30.000 dieser bis zu 250 Meter hohen Stahl- und Beton-Kolosse stehen bereits in Deutschland – mit mäßigem Erfolg für die Stromversorgung und allerlei Schwierigkeiten und Kostentreibern.

NIUS nennt sechs Gründe, warum die Windkraft in Deutschland gescheitert ist.

Windkraft wird seit Anfang der 90er Jahre (Stromeinspeisungsgesetz) und seit der Jahrtausendwende so richtig (Erneuerbare-Energien-Gesetz) vom Staat gefördert, mehr als ein viertel Jahrhundert sind mehrere Hundert Milliarden Euro an Steuern und Abgaben geflossen, um Windmühlen (und auch Solar-Anlagen) zu fördern und den Ausbau anzureizen.

Öl, Kohle und Gas sind noch immer die relevantesten Energieträger in Deutschland. Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

Trotz dieser langen Zeit und der Unsummen, die Stromzahler über die Jahre für rund 30.000 Windmühlen aufbringen mussten, lieferte die Windkraft im Jahr 2024 nicht einmal ein Drittel des Strombedarfs (32,8 Prozent). Betrachtet man den gesamten Energiebedarf Deutschlands, also unter Einbezug von Mobilität und der Gebäudewärme, liefert die Windkraft knapp 10 Prozent des Gesamtenergiebedarfs, wenn man die unterschiedlichen Wirkungsgrade der Technologien zueinander ins Verhältnis setzt.

„Ein Drittel des Strombedarfs“ mag sich für den ein oder anderen vielleicht doch recht stattlich anhören, für die verlässliche Versorgung mit Energie hat diese Aussage jedoch kaum eine Bedeutung. Denn: Windstrom entsteht nur dann, wenn Wind weht – logisch.

Nur richtet sich der Wind meist nicht nach den Arbeitszeiten der Schwerindustrie oder den Gepflogenheiten der Deutschen, wann sie Wäsche waschen oder den Herd anwerfen.

Beispiel: Dezember 2024, tiefer Winter, die kürzesten Tage des Jahres, wenig Sonnenstrom und entsprechend viel Bedarf an Windenergie, wenn nicht die CO2-intensiven Energieträger Kohle- und Gaskraftwerke einspringen sollen.

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