Es ist ein bemerkenswertes Bild, das die deutsche Politik dieser Tage im Netz abgibt: laut, aufgeregt, substanzlos und mit erschreckender Regelmäßigkeit am falschen Ende des Internets. Während die CDU ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige fordert, verstricken sich Regierung und Militär im sogenannten Internet und machen deutlich, warum selbiges für sie dringend reformiert werden müsste.
Wenn es nach der CDU ginge, dürften Jugendliche keine Sozialen Medien mehr konsumieren. Die Partei fordert ein Verbot für unter 16-Jährige.
Das Internet ist „für uns alle Neuland“, hieß es damals von Altkanzlerin Angela Merkel (CDU). Mittlerweile sind das Internet und die sozialen Medien ein essenzieller Bestandteil politischer Arbeit – an der junge Menschen erst ab 16 Jahren teilnehmen sollen. Die CDU möchte die sozialen Medien für unter 16-Jährige verbieten. Aber nicht nur die Union ist für Verbote offen, auch der sozialdemokratische Koalitionspartner fabuliert derweil über Verbote und Regulierungen.
Die ehemalige SPD-Vorsitzende Saskia Esken sah sich kürzlich genötigt, sechs Videos zu veröffentlichen, um zu erklären, warum sie empört ist. Der Grund war ein Podcaster namens Ben, bekannt als „Ben ungeskripted“. Dieser hatte sich vier Stunden lang mit Björn Höcke zusammengesetzt. Eskens Botschaft ist so klar wie unüberraschend: Man spricht nicht mit „Faschisten“. Die Kommentarspalte antwortete ihr deutlich – und zwar nicht mit Zustimmung.
Kommentar eines Nutzers unter einem der Beiträge von Esken.
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