In Madrid ist ein Betrug aufgeflogen, der seit Jahren zum Inventar der europäischen Migrationspolitik gehört. Wer ohne Pass kommt und behauptet, minderjährig zu sein, bekommt Zugang zu besseren Rechten, besserer Unterbringung und besseren Bleibechancen. Genau dieses System wird in Spanien wie auch in ganz Westeuropa bis zum Anschlag ausgenutzt.
Neue Daten der Autonomen Gemeinschaft Madrid zeigen das Ausmaß, das auch einen Aufschluss auf den Betrug in anderen Ländern Westeuropas gibt. Bei 70 Prozent der überprüften Personen, die als unbegleitete minderjährige Ausländer registriert waren, stellte sich heraus: Sie waren 18 Jahre oder älter. In Spanien heißen diese Fälle MENAs, „menores extranjeros no acompañados“.
Die Daten stammen aus medizinischen und dokumentarischen Überprüfungen junger Migranten, die bei ihrer Ankunft angegeben hatten, unter 18 Jahre alt zu sein. ABC berichtet darüber auf Grundlage der Regionalzahlen. Die Prüfungen betrafen Tausende Fälle. Das Ergebnis ist eindeutig: Ein großer Teil der angeblich Minderjährigen war volljährig.
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