SPD-Digitalsprecher befürwortet, dass die Abschaltung von Grok in Deutschland überprüft wird

vor 6 Monaten

SPD-Digitalsprecher befürwortet, dass die Abschaltung von Grok in Deutschland überprüft wird
Bildquelle: Apollo News

Der Sprecher für Digitales der SPD-Fraktion, Johannes Schätzl, will die Abschaltung von Elon Musks Künstlicher Intelligenz Grok auch in Deutschland überprüfen lassen. Nachdem X-Nutzer den „spicy mode” der KI missbraucht hatten, um Minderjährige in Bikinis darzustellen, haben Malaysia und Indonesien die Nutzung des Chatbots abgeschaltet. Frankreich und Großbritannien haben Untersuchungen eingeleitet. X schaltete die Missbrauchsmöglichkeit technisch ab und sperrte die entsprechenden Nutzer. Grok gehört wie der Kurznachrichtendienst X zu Musks Unternehmen xAI.

Schätzl sagte gegenüber Politico am Dienstag, dass auch in Deutschland geprüft werden müsse, „ob solche Schritte nötig sind“. Das Justizministerium teilt mit, dass man ein schärferes Vorgehen gegen Deepfakes – also KI-veränderte Bilder und Videos echter Personen – prüfe. Das Digitalministerium verweist darauf, dass die EU-Kommission für die Durchsetzung des Digital Services Act gegenüber der Plattform X zuständig ist.

Der Digital Services Act schreibt vor, dass Internetfirmen gegen vermeintliche Risiken wie eine Gefährdung von demokratischen Prozessen vorgehen sollen. Wenn „Trusted Flaggern” (vertrauenswürdigen Hinweisgebern) vermeintlich problematische Posts melden, müssen diese vorrangig bearbeitet werden – und könnten oftmals gelöscht werden, weil der Internetplattform ansonsten hohe Strafen drohen.

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