Yashar G. war Staatsanwalt in Hannover. Doch seit Oktober 2024 muss er in Gerichtsverfahren auf der anderen Seite des Saales sitzen. Der 39-Jährige aus Hannover sitzt seit Oktober 2024 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück wirft G. vor, dass er im größten Kokain-Verfahren der jüngeren Geschichte (Schmuggel von 16 Tonnen Ware) vertrauliche Informationen an die Kokain-Mafia weitergegeben hat.
Für seine Informationsweitergabe wurde G. von der Kokain-Mafia fürstlich entlohnt. Laut Anklageschrift soll er für seine „Nebentätigkeit“ monatlich 5000 Euro kassiert haben. So konnten sich im Rahmen einer groß angelegten Durchsuchungsaktion, die im Frühjahr 2021 stattfand, zwölf von 32 Tatverdächtigen einer Festnahme entziehen. Sie haben sich kurz vor dem Großeinsatz ins Ausland abgesetzt – zum Teil wird bis heute nach den Verdächtigen und dem Hauptbeschuldigten gefahndet.
Insgesamt 247 Drogenverfahren betreute Yashar G. bei der Staatsanwaltschaft Hannover
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











