Dickes Lohn-Plus (5,8 Prozent in zwei Schritten), mehr Weihnachtsgeld und einen Extra-Tag Urlaub – die mehr als 2,7 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen dürften freudestrahlend die Meldungen über die Einigung im Tarifstreit gelesen haben. Mit einer Verschlankung des Staates, die CDU-Chef Friedrich Merz im Wahlkampf versprochen hatte, hat das wenig zu tun. Kann er nichts dafür, er ist ja noch nicht im Amt, werden Merz-Unterstützer sagen.
Mit der geschäftsführenden Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) als Verhandlerin für den Staat und dem ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten sowie Merz-Vertrauen Roland Koch (CDU) als Schlichter saß die Wunsch-Regierung von Merz jedoch gleich doppelt mit am Tisch.
War der satte Schluck aus der Pulle für die Staats-Bediensteten möglicherweise Teil der Koalitionsvereinbarung, die Merz zum Bundeskanzler machen soll?
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