Statistisches Bundesamt gibt Stagnieren der Wirtschaft zu

vor 8 Monaten

Statistisches Bundesamt gibt Stagnieren der Wirtschaft zu
Bildquelle: Tichys Einblick

Nicht alle Zahlen sind eindeutig. Manchen lässt sich ein „Spin“ in die eine oder andere Richtung geben. Bisher neigte das Statistische Bundesamt in seinen Überschriften eher zu Spins, die im Sinn der jeweiligen Bundesregierung waren. Doch das ist bei der Vorstellung der vorläufigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal anders. Das lag in diesem Jahr um 0,3 Prozent höher als zwischen Juli und September des Vorjahres. Trotzdem titelt das Amt: „Bruttoinlandsprodukt stagniert im dritten Quartal 2025.“ Im Text heißt es: „Deutsche Wirtschaft tritt zu Beginn der zweiten Jahreshälfte auf der Stelle.“

Die Regierung Merz hat in ihrer Optimismus-Offensive auf eine Jubelmeldung vom Amt gesetzt. Wirtschaft um 0,3 Prozent stärker als im Vorjahr hätte durchaus das Zeug gehabt, zu einer solchen Jubelmeldung. Vielleicht versuchen die „Spin Doktoren“ der schwarz-roten Koalition auch noch nachträglich, es in die entsprechende Richtung zu drehen.

Rund eine Billion Euro nimmt der Staat mittlerweile jährlich den Bürgern als Steuern ab. So viel wie noch nie. Dazu kommen die 850 Milliarden Euro aus der Schuldenorgie, die Kanzler Friedrich Merz (CDU) noch vor Beginn seiner Amtszeit mit Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) beschlossen hat. Staatliche Investitionen sowie die in ihrer Höhe und in ihrer Anzahl steigenden Gehälter im öffentlichen Dienst fließen eins zu eins in das Bruttoinlandsprodukt und lassen Spin Doktoren die Chance, aus einem Plus von 0,3 Prozent noch das „Narrativ“ eines „Aufschwungs“ zu stricken.

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