Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat der syrische Außenminister Asaad al-Schaibani eindringlich die Rückkehr syrischer Flüchtlinge gefordert. Man habe „Flüchtlinge überall auf der Welt“, diese hätten „Expertise und Wissen aus verschiedenen Ländern“, erklärte er am Mittwoch während eines Gesprächs mit dem britischen Ex-Premier Tony Blair. Der Minister betonte, dass Syrien dringend auf diese Rückkehr angewiesen sei, um den Wiederaufbau des Landes voranzutreiben.
„Tausende Menschen kommen jetzt zurück. Denn die Syrer mögen ihr Land, und auch wenn sie in Europa leben oder in anderen Teilen der Welt, brauchen wir sie jetzt in Damaskus“, betonte al-Schaibani. Besonders Fachkräfte und Akademiker aus der Diaspora sollen laut dem Minister einen „wertvollen Mehrwert“ für die Zukunft des Landes liefern.
Doch ob al-Schaibani damit auch die in Deutschland untergekommenen Flüchtlinge meint, bleibt unklar. Bei einem Treffen mit Entwicklungsministerin Svenja Schulze vergangene Woche erklärte er, eine schnelle Heimkehr der in Deutschland lebenden Syrer sei nicht erforderlich. Denn diese seien „dort in Sicherheit“. Im Vergleich zu ihren Landsleuten in anderen Aufnahmeländern, würde man in Deutschland als Syrer zudem bessere Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven genießen (Apollo News berichtete).
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