Nachdem bekannt wurde, dass Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner am ersten Tag des Blackouts nicht nur – wie offiziell verlautbart – aus dem Homeoffice arbeitete, sondern zwischen 13 und 14 Uhr Tennis spielte, und zwar gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, berief die CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus eine Sondersitzung ein.
Nach Medienangaben wurde die Fraktionssitzung am Mittwochabend gegen 19.45 Uhr einberufen und ist für Donnerstag acht Uhr angesetzt. In der Sitzung muss sich der Regierungschef dort den Fragen seiner eigenen Partei stellen. Zuerst hatte die Bild über das Treffen berichtet.
Zum Zeitpunkt von Wegners Tennisspiel waren noch mehr als 40.000 Haushalte ohne Strom. Innerhalb der CDU gibt es offenbar erheblichen Klärungsbedarf. Abgeordnete wollen laut Medienberichten unter anderem wissen, warum der Regierende Bürgermeister zunächst unvollständige Angaben zu seinem Aufenthaltsort gemacht hatte. Auf einer Pressekonferenz am Sonntag hatte Wegner auf entsprechende Fragen erklärt, er sei „zu Hause“ gewesen und habe in seinem heimischen Büro gearbeitet. Erst später präzisierte er seinen Tagesablauf und bestätigte öffentlich die Tennisstunde.
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