Amerika und die Ukraine sind sich einig – eine dreißigtägige Waffenruhe im Ukraine-Krieg soll kommen, ebenso wie weitere Friedensverhandlungen. Erstmals seit über drei Jahren würden die Waffen ruhen – nicht nur in der Luft und zur See, sondern auch an der Front, wie Selenskyj klarstellte. Vorausgesetzt Moskau spielt mit.
Im Gegenzug für die Einigung mit der Ukraine geben die USA bereits jetzt die Militärhilfen für Kiew wieder frei, ebenso wie Geheimdienstinformationen. Beides hatte US-Präsident Donald Trump unterbrochen, um Druck auf die Ukraine auszuüben. Nun stellen die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine im saudi-arabischen Dschidda die Einigkeit der beiden Länder wieder her.
Der von Europa beschworene Untergang Amerikas als Anführer der westlichen Welt hat sich nicht bewahrheitet. Die im Nachgang zum Selenskyj-Besuch von Europa praktisch einseitig aufgekündigte transatlantische Freundschaft wirkt nun umso peinlicher. Denn es hat sich erneut gezeigt: Trump ist kein Putin-Freund, er besitzt sogar eine Grundsympathie für Selenskyj und die Ukraine. Deshalb ist er auch bereit, ihr militärisch zu helfen. Sein oberstes Ziel ist jedoch, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Das hatte er seinen Wählern im vergangenen Präsidentschaftswahlkampf versprochen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











