Der Alaska-Gipfel zwischen Putin und Trump sowie der darauffolgende Ukraine-Gipfel mit Selenskyj im Weißen Haus und Teilnahme aus Europa sind vorbei. Inzwischen ist es ein offenes Geheimnis, das Friedensabkommen zwischen Putin und Selenskyj wird auf Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland hinauslaufen. Ob es sich dabei letztlich um eine „faktische” oder eine juristische Anerkennung der russischen Kontrolle über die besetzten ukrainischen Gebiete handelt, ist zunächst einmal sekundär.
Der von Trump in Alaska freundlich empfangene Kremlchef soll demnach zu einem Einfrieren der Front in den Regionen Cherson und Saporischschja bereit sein, wenn Kiew im Gegenzug die gesamte Region Donezk Russland überlässt, also auch die Truppen aus dem noch nicht besetzten Teil abzieht und damit die für die Verteidigung des gesamten ukrainischen Ostens wichtigen Stellungen aufgibt. Im Gegenzug soll die Ukraine kleine Landstücke zurückerhalten, die Russland derzeit in den Gebieten Sumy und Charkiw besetzt hält. Zudem sollen die USA die Zugehörigkeit der Krim zu Russland anerkennen.
Trumps Bemühungen um Frieden in der Ukraine hängen auch mit der Erfüllung seiner Wahlversprechen zusammen. Geopolitisch verfolgt er damit jedoch auch das Kalkül, die US-Hegemonie vor dem Aufstieg neuer Rivalen zu sichern.
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