Péter Magyar wollte Ungarn den großen politischen Neustart präsentieren. Wenige Stunden vor der Vereidigung seiner neuen Regierung muss der künftige Premierminister nun erklären, warum ausgerechnet sein Schwager als erster Kandidat für das Amt des Justizministers vorgesehen war.
Márton Melléthei-Barna hat seine Kandidatur nach Kritik an den familiären Verbindungen zurückgezogen. Der Mann, der künftig für Recht und Gerechtigkeit stehen sollte, wurde zur ersten harten Belastungsprobe für Magyars Erzählung vom sauberen Neuanfang.
Melléthei-Barna gab seinen Rückzug in den sozialen Medien bekannt. Er wolle keinen „Schatten auf den Regimewechsel“ in Ungarn werfen, schrieb er. Wer den Machtwechsel moralisch überhöht, muss sich an den eigenen Maßstäben messen lassen. Und wer nach Jahren des Kampfes gegen Viktor Orbáns Fidesz als Erneuerer antritt, sollte nicht mit der Personalie Schwager beginnen.
DEUTSCHLAND: Reformpaket „wird nicht funktionieren“ – Vorhaben löst Sturm der Entrüstung aus | LIVE











