Das Alaska-Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Gegenpart Wladimir Putin scheint inzwischen etwas zu verblassen. Nach diversen gescheiterten Versuchen der Befriedung des anhaltenden Konflikts in der Ukraine haben die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland nun einen neuen Höhepunkt erreicht.
Nach der Festsetzung des staatenlosen Öltankers M/T Sophia zu Beginn der Woche setzte die U.S. Coast Guard im Zuständigkeitsbereich des US European Command (EUCOM) am Mittwoch auch den Öltanker M/V Marinera fest, der unter russischer Flagge fährt. Begründet wurde das Vorgehen mit Verstößen gegen die US-Sanktionen.
Das US-Sanktionsregime gegen die sogenannte russische Schattenflotte zielt darauf ab, zentrale Einnahmequellen Moskaus aus dem Öl- und Gasgeschäft systematisch auszutrocknen. Dies geschieht, indem Energieunternehmen, Finanzströme, Dienstleistungen und Logistiknetze schrittweise blockiert oder vollständig eliminiert werden.
Das überwiegend sanktionierte Öl- und Gasgeschäft Russlands läuft vor allem über die gigantische Schattenflotte und wird über Drittstaaten abgewickelt – etwa über Häfen in Indien, Afrika und Südamerika, insbesondere in Venezuela. Das Land hatte in der Folge erst am 3. Januar einen amerikanischen Militärschlag erlebt und steht seither unter weitgehender Kontrolle Washingtons.
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