Die finnischen Behörden haben Details zur mutmaßlichen Sabotage von Unterseekabeln und Pipelines im Finnischen Meerbusen veröffentlicht. Im Fokus steht die Besatzung des Öltankers Eagle S, die verdächtigt wird, durch das Schleppen eines Ankers über den Meeresboden erhebliche Schäden an der kritischen Infrastruktur verursacht zu haben. Nach Angaben des Nationalen Ermittlungsbüros (NBI) planten die Verdächtigen, weitere Unterwasserleitungen zu beschädigen, bevor sie entdeckt wurden.
„Es hätte eine fast unmittelbare Gefahr bestanden, dass andere Kabel oder Rohre, die mit unserer kritischen Unterwasserinfrastruktur zusammenhängen, beschädigt worden wären“, sagte Risto Lohi, der leitende Ermittler des NBI, auf einer Pressekonferenz in Helsinki. Lohi betonte, dass die Ermittlungen noch andauern, aber die vorliegenden Daten auf eine systematische Planung hindeuten könnten.
Zu den beschädigten Zielen gehören die Stromverbindung Estlink 2 zwischen Finnland und Estland sowie mehrere Telekommunikationskabel. Finnland hatte die Eagle S am 26. Dezember 2024 beschlagnahmt, nachdem Anzeichen auf einen fehlenden Anker und Kursbewegungen, die mit den Beschädigungen korrelieren, entdeckt worden waren.
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