Verfassungsschutz ließ zwei Jahre lang die falsche Frau beobachten – ihr wurde deshalb fristlos gekündigt

vor 4 Monaten

Verfassungsschutz ließ zwei Jahre lang die falsche Frau beobachten – ihr wurde deshalb fristlos gekündigt
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Das Bundesamt für Verfassungsschutz ließ die falsche Frau beobachten, die deswegen ihren Job verlor. Wie die Zeit berichtet, wurde einer Frau namens Liv Heide gekündigt, weil eine Betreiberin einer mutmaßlich rassistischen Datingplattform den gleichen Namen als Pseudonym benutzte. Die tatsächliche Liv Heide wurde im Juni 2024 fristlos aus ihrer Arbeit als Assistentin der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) entlassen. Denn der Verfassungsschutz vermutete, dass sie die Webseite „WhiteDate.net“ betreibe, und hatte das ihrem Arbeitgeber mitgeteilt.

Die Plattform „WhiteDate.net“ richtet sich ausschließlich an weiße Menschen und wird von Christiane H. betrieben, die das Pseudonym „Liv Heide“ wählte. Auf der Plattform sind laut der Zeit etwa 8.000 Menschen aktiv, darunter 650 aus Deutschland. So gaben Männer auf der Datingplattform an, weiße Frauen zu suchen, damit ihre „Blutlinie nicht in der Vermischung erlischt“. Nutzer gaben an, Nationalsozialisten zu sein. Die Betreiberin gab in einem Interview an, durch ihre Plattform einen vermeintlichen „weißen Genozid“ stoppen zu wollen. Die Webseite wurde zu Beginn des Jahres gehackt und gelöscht.

Obgleich die echte Liv Heide nichts mit der Datingplattform zu tun hat, wurde sie zwei Jahre lang vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie wusste bereits vorher von der Plattform, da sie mehrfach darauf angesprochen worden war. Um sich von der Betreiberin abzugrenzen, schrieb sie „Verbundenheit zwischen Menschen verschiedenster Herkunft, Kulturen und Religionen“ in ihre Kurzvita als Autorin.

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