Am Dienstag erhob die US-Regierung mit explosiven neuen Vorwürfen Anklage gegen David Morens, einen langjährigen Vertrauten des damaligen NIAID-Direktors Anthony Fauci. Als Chef des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) war Fauci lange Zeit das Gesicht der amerikanischen Corona-Politik – und ein öffentlicher Verfechter der Theorie eines natürlichen Ursprungs, während er in internen E-Mails an andere Virologen wie etwa auch Christian Drosten bereits zu Beginn der Pandemie mitunter Zweifel daran angemeldet hatte.
Bei der Anklage im Fall Morens steht nun auch genau diese Debatte um die Herkunft des Virus im Zentrum. Unter anderem habe der Fauci-Vertraute dabei Hinweise auf einen Laborursprung bewusst zurückgehalten – auch wegen persönlicher Verbindungen zu den Experimenten im Labor in Wuhan.
„Dr. Morens und seine Mitverschwörer haben vorsätzlich Informationen zurückgehalten und Dokumente gefälscht, um alternative Theorien über den Ursprung von COVID-19 zu unterdrücken. Regierungsbeamte haben die Pflicht, ehrliche und fundierte Fakten und Ratschläge im öffentlichen Interesse zu liefern – und nicht, um ihre eigenen persönlichen oder ideologischen Ziele zu verfolgen“, so der geschäftsführende US-Generalstaatsanwalt Todd Blanche zur Anklage.
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