Im März 2022 veröffentlichte der Spiegel einen Artikel über ukrainischer Flüchtlinge in Berlin. Dabei widmet der Autor dem Immobilienunternehmer Florian Wichelmann von Nena Apartments, der seine Wohnungen früh für ukrainische Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat, mehrere durchgehend positive Absätze.
„Als Familienvater finde ich die Vorstellung, von heute auf morgen mit Kindern auf der Flucht zu sein, einfach schlimm“, wird Florian Wichelmann in dem Artikel zitiert. Aus diesem Grund sei der Unternehmer auf die „Idee seiner Hilfsaktion“ gekommen, schreibt der Autor. Eine Familie durfte eine Wohnung von Wichelmann sogar bis Ende März kostenlos bewohnen. Zudem habe der Unternehmer seine Wohnungen bereits 2015 Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.
Nun hat sich herausgestellt, dass Wichelmann offenbar ein enger Freund der stellvertretenden Chefredakteurin des Spiegels, Melanie Amann, ist. Ihre Bekanntschaft soll nach Recherchen der taz bereits seit mehreren Jahrzehnten bestehen. Außerdem soll eine geschäftliche Beziehung bestehen. Die Journalistin ist Eigentümerin einer Wohnung im Prenzlauer Berg und die vermietet sie an Wichelmanns Immobilienunternehmen Nena Apartments. Das Unternehmen vermietet die Wohnung wiederum unter.
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