Nach dem Stopp des Sparpakets der Bundesregierung zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassenbeiträge im Bundesrat drohen die Krankenkassenbeiträge der gesetzlich Versicherten im nächsten Jahr deutlich zu steigen. Die Bundesländer hatten kritisiert, dass die Einsparungen zu stark auf Kosten der Krankenhäuser gingen.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sprach hingegen von einem fatalen Signal, da „nun auch entscheidende Zeit verloren, die den Krankenkassen für die Aufstellung der Haushalte fehlt“. Ob die Zusatzbeiträge stabil bleiben, bleibt ungewiss.
Nun hat auch der Verband der Privaten Krankenversicherungen angekündigt, dass für das kommende Jahr die Beiträge enorm steigen werden, und das deutlich stärker als bei den gesetzlich Versicherten. Ein Sprecher des Verbands berichtet, dass „die durchschnittliche Anpassung“ bei etwa 13 Prozent liegt. Begründet wird dies mit einem dauerhaft starken Anstieg der medizinischen Leistungsausgaben, so der Verband. Rund 60 Prozent der Privatversicherten dürften betroffen sein.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











