Zunächst wirkt es großzügig und selbstlos. Deutschland stellt eine Milliarde Euro für den weltweiten Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria bereit. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan nennt es „ein Gebot der Menschlichkeit und der Vernunft“. Ein Satz, der symptomatisch für den Zustand der Berliner Republik steht. Moralisch aufgeladen und rücksichtslos gegenüber den eigenen Bürgern. Zumindest denen, die noch Steuern und Abgaben zahlen. Denn die Ministerin verschenkt nicht ihr eigenes Geld, sondern das Geld anderer Leute, das sie treuhänderisch verwalten soll.
In Deutschland steigen die Krankenkassenbeiträge, die gesetzliche Krankenversicherung steht vor struktureller Überforderung. Der Grund liegt in einer einfachen Tatsache: Wenn zu viele Personen Leistungen aus einem System beziehen, in das sie nicht einzahlen, wird dieses System über kurz oder lang kollabieren.
Deutschland, das Land der Hypermoral, hat längst eine neue Glaubensrichtung gefunden: den ideologisch begründeten Globalismus. Unter diesem Banner lässt sich fast jede Verschwendung rechtfertigen. Während in heimischen Krankenhäusern ganze Stationen schließen müssen, finanziert man im Ausland Gesundheitssysteme, die dort oft weniger an Geldmangel als an Korruption und ineffizienter Verwaltung kranken.
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