Laut der Hessischen Landesregierung werden Schüler im Internet zunehmend von Rechtsextremen beeinflusst und radikalisiert. Dagegen will sie stärker jetzt vorgehen und bietet Lehrern Fortbildungskurse an. Dabei setzt Schwarz-Rot auf das Kompetenzzentrum Rechtsextremismus (KOREX) des Landesamts für Verfassungsschutz, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.
„Seit 2023 beobachten wir, dass die Zahlen radikalisierter Minderjähriger deutlich steigen“, betonte Sven Daniel, Leiter von KOREX. Jugendliche würden an Schulen zunehmend durch rechtsextremes Verhalten auffallen, zum Beispiel durch das Singen des Marschlieds „Erika“ oder durch Hakenkreuzkrakeleien. Oft geht es aber auch nur um vermeintlich rechte Gesten oder Memes.
Radikalisierte Jugendliche werden dabei immer jünger – diese Entwicklung sei auf die Verbreitung rechtsextremistischer Inhalte im Internet zurückzuführen. Jugendliche würden im Netz einer „speedradikalisierung“ unterzogen, wie Daniel erklärt, und spricht in diesem Zusammenhang von einer Tiktokisierung des Rechtsextremismus.
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