US-amerikanische und israelische Streitkräfte haben nach iranischen Angaben am Samstagmorgen erneut die zentrale Atomanlage in Natanz angegriffen. Wie die iranische Atomenergiebehörde laut der Nachrichtenagentur Tasnim mitteilte, sei dabei „kein Austritt radioaktiven Materials gemeldet“ worden. Für die Bevölkerung in der Umgebung bestehe demnach keine unmittelbare Gefahr.
Die Anlage liegt nahe der Stadt Natanz, rund 250 Kilometer südlich von Teheran, in der Provinz Isfahan. Sie gilt als das wichtigste Zentrum der iranischen Urananreicherung – ein sensibler Bestandteil des Atomprogramms, da die dort eingesetzte Technologie sowohl für zivile Zwecke wie die Energiegewinnung als auch für den Bau von Atomwaffen genutzt werden kann. Bereits in den ersten Tagen des aktuellen Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran, der Ende Februar eskalierte, war die Anlage Ziel von Angriffen. Satellitenbilder deuteten damals auf erhebliche Schäden an mehreren Gebäuden hin. Auch in der Vergangenheit war Natanz wiederholt Ziel militärischer Operationen, darunter Luftangriffe und Sabotageakte, die sich gegen das iranische Atomprogramm richteten.
Im Juni 2025 hatte der damalige US-Präsident Donald Trump erklärt, zentrale Teile des iranischen Atomprogramms – insbesondere die unterirdische Anlage in Fordo – seien „unschädlich gemacht“ worden. Experten äußerten jedoch Zweifel an dieser Einschätzung und verwiesen darauf, dass Teile der Infrastruktur weiterhin intakt oder wieder aufgebaut worden sein könnten.
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