Nur einen Tag nach Öffnung der Straße von Hormus haben die iranischen Streitkräfte eine erneute Schließung verkündet. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Fars. Ein Sprecher der Islamischen Revolutionsgarden verwies auf „wiederholte Vertragsbrüche“ der US-Amerikaner. Unterdessen gab es Schüsse auf zwei Tanker, die durch die Straße fahren wollten.
Irans Militärssprecher Ebrahim Zolfaghari erklärte: „Die Islamische Republik Iran hat im Anschluss an frühere Vereinbarungen in den geführten Verhandlungen in gutem Glauben dem kontrollierten Durchlass einer begrenzten Anzahl von Öl- und Handelsschiffen durch die Straße von Hormus zugestimmt.“ Leider aber würden die Amerikaner „weiterhin auf Seeräuberei und Piraterie unter dem Vorwand einer sogenannten Blockade“ setzen. Daher werde die Kontrolle über die Straße von Hormus wieder in den vorherigen Zustand zurückversetzt.
Unterdessen sind zwei Tanker, die versuchten, die Straße von Hormus zu durchqueren, laut Angaben der britischen Organisation „Maritime Trade Operations“ (UKMTO) von Kanonenbooten der iranischen Islamischen Revolutionsgarde beschossen worden. Der Vorfall ereignete sich 20 Meilen (32 km) nordöstlich von Oman. Es wurden keine Verletzten gemeldet, und die Schiffe sollen unbeschädigt geblieben sein. Zwei Handelsschiffe aus Indien haben laut der Nachrichtenagentur Reuters angegeben, bei dem Versuch, die Meerenge zu durchqueren, unter Beschuss geraten zu sein.
Ein Tanker ankert in der Straße von Hormus.
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