Der Bundesverband „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ (SJD) hat über zehn Jahre hinweg insgesamt 12,98 Millionen Euro staatliche Förderung aus dem Bundeshaushalt erhalten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage des AfD-Abgeordneten Markus Matzerath hervor. Anlass für Matzeraths Frage war der aktuelle Skandal um ein Schulprojekt des Berliner Landesverbandes der Falken, bei dem Neuntklässlern in Sachsen ein Queer-Sexmagazin mit pornografischen Fotos ausgehändigt wurde. Inzwischen laufen deshalb strafrechtliche Ermittlungen.
Das Steuergeld, das der Bundesverband erhalten hat, stammt aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums. Dort wird die SJD „im Rahmen einer infrastrukturellen Förderung nach den Richtlinien des Kinder- und Jugendplans (KJP) gefördert“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung. Von 2016 bis 2026 waren es 12.886.472 Euro. Hinzu kamen 94.640 Euro „im Rahmen des Jugend-Budgets aus dem Kinder- und Jugendplan“.
Die SJD ist ein der SPD nahestehender, aber offiziell parteiunabhängiger Kinder- und Jugendverband. Seine Wurzeln liegen in der Arbeiterbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Er engagiert sich in der politischen Bildung, veranstaltet Ferienfreizeiten und Zeltlager. Anders als die SPD 1959 im Godesberger Programm haben sich die Falken nie vom radikalen Sozialismus, der die Marktwirtschaft überwinden will, losgesagt.
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