Die Auswirkungen des Kriegs zwischen den USA und dem Iran treffen die globalen Energiemärkte härter als viele frühere Konflikte: Nach Einschätzung von Chevron-Chef Mike Wirth hat der Krieg im Nahen Osten größere Verwerfungen ausgelöst als der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, insbesondere im Hinblick auf Ölversorgung, Transportwege und strategische Reserven. Der US-Energiekonzern Chevron erzielt einen Jahresumsatz von 183 Milliarden Dollar, einen Nettogewinn von 12,3 Milliarden Dollar (2025) und hat 43.000 Mitarbeiter.
Im Zentrum der aktuellen Krise steht bekanntlich die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl weltweit: Durch militärische Angriffe, insbesondere auf Tanker, wurde der Schiffsverkehr massiv eingeschränkt. Zwar besteht die Hoffnung, dass sich die Lage bald entspannt und die Passage wieder vollständig geöffnet wird, doch Wirth dämpfte Erwartungen an eine schnelle Normalisierung. „Wir haben derzeit große Mengen an Öl und Gas, die den Markt nicht erreichen“, erklärte Mike Wirth auf der Energiekonferenz CERAWeek by S&P Global in Houston.
Selbst wenn die strategisch wichtige Meerenge wieder frei befahrbar sei, werde es dauern, bis sich die Versorgungslage stabilisiere. „Physische Lieferketten reagieren nicht sofort. Es braucht Zeit, um die Lagerbestände mit den richtigen Rohölsorten und passenden Kraftstoffen wieder aufzubauen“, sagte Wirth.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











