Aufgrund der wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland gibt es für die Supermarktkette Tegut keinen anderen Ausweg: Sie zieht sich komplett aus der Bundesrepublik zurück. In einer Mitteilung gab das schweizerische Unternehmen Migros, dem die Kette seit 2012 angehört, bekannt, dass sich die Lage „trotz massiver Kosteneinsparungen“ im vergangenen Jahr und einer Halbierung der Verluste weiter zugespitzt habe.
Aufgrund der gesunkenen Tegut-Umsätze kam Migros in einer internen Auswertung zu dem Schluss, dass Tegut „langfristig wirtschaftlich nicht zukunftsfähig“ sei. In Deutschland sei es sehr schwierig, sich gegen die großen Namen durchzusetzen, es sei ein „sehr anspruchsvoller, sehr preisgetriebener, kostenintensiver Markt“, monierte Migros-Chef Patrik Pörtig gegenüber der Lebensmittel Zeitung.
Eine Notlösung musste her: Die Filialen sollen von anderen Unternehmen betrieben werden. So kann voraussichtlich auch ein Großteil der 7.400 Mitarbeiter, die derzeit bei Tegut beschäftigt sind, übernommen werden. Eine Übernahme durch eine Kette, die bislang nicht auf dem deutschen Markt aktiv ist, war allerdings nicht möglich gewesen.
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