„80 Prozent gehen nicht ans Telefon“: Warum der „Job-Turbo“ für Ukrainer ein teurer Flop ist

vor mehr als 1 Jahr

„80 Prozent gehen nicht ans Telefon“: Warum der „Job-Turbo“ für Ukrainer ein teurer Flop ist
Bildquelle: NiUS

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist sich sicher: Der im Oktober 2023 gestartete „Job-Turbo“, der insbesondere ukrainische Flüchtlinge in Arbeit bringen sollte, ist ein voller Erfolg. Doch nicht nur die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sprechen eine andere Sprache. Auch eine Mitarbeiterin im Jobcenter widerspricht gegenüber NIUS der geschönten Darstellung der Bundesregierung: Mit viel Aufwand und Geld werde eine minimale Wirkung erzielt, meint die Insiderin.

Fast monatlich liefert Arbeitsminister Hubertus Heil Erfolgsmeldungen in Sachen „Job-Turbo“: Das im Oktober 2023 angelaufene Projekt „zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ funktioniere prächtig. „Dass wir gegen eine maue Konjunktur jetzt 266.000 Geflüchtete aus der Ukraine in Arbeit gebracht haben, das ist ein Erfolg“, lautete auch am „Tag des Jobcenters“ am 1. Oktober seine Botschaft.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) berichtet auf dem Tag des Jobcenters von seinen vermeintlichen Erfolgen.

Kritiklos übernehmen zahlreiche Medien die bloße Zahl von 266.000 Beschäftigen, auf die nicht nur Heil seit Wochen verweist, sondern die auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) neuerdings als frohe Botschaft nutzt. Unerwähnt bleibt in den Ausführungen der Bundesregierung jedoch meist, dass die Zahl der Beschäftigten schon im Oktober 2023, also zu Beginn des „Job-Turbos“, bei weit über 200.000 Personen lag. Die Beschäftigtenzahl hat sich in den vergangenen Monaten also nur schleppend nach oben korrigiert.

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