NIUS exklusiv: Deutschland hat seit Dezember 2022 rund 88.000 Ausländern, die eigentlich ausreisepflichtig wären, ein vorläufiges Bleiberecht ermöglicht. Grundlage hierfür ist das von der früheren Innenministerin Nancy Faeser (SPD) in die Wege geleitete „Chancen-Aufenthaltsrecht“, mit dem illegale Migration in legale umgewandelt wird.
„Ausweislich des Ausländerzentralregisters (AZR) haben bis zum Stichtag 30. September 2025 insgesamt 87.821 Personen einen Aufenthaltstitel nach § 104c AufenthG erhalten“, teilt das Bundesinnenministerium auf Anfrage von NIUS mit. Bis Ende 2023 erhielten bereits 62.061 Personen einen solchen Aufenthaltstitel, im Jahr 2024 waren es 20.489. Von Januar bis Oktober dieses Jahres stellten weitere 5.271 Personen einen Antrag gemäß Chancen-Aufenthaltsrecht. Wie viele Anträge abgelehnt wurden, ist nicht klar. Denn die Bundesregierung führt keine solche Statistik. „Diese Daten werden im AZR nicht erfasst“, erklärt die Innenbehörde.
Am 2. Dezember 2022 hatte der Bundestag durch eine Mehrheit der Ampel-Regierung eine neue Bleiberechtsregelung eingeführt, die bereits am 31. Dezember 2022 in Kraft trat. Demnach konnten ausreisepflichtige Ausländer mit einem Duldungstitel in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis für 18 Monate erlangen, in denen fehlende Dokumente nachgereicht und Sprachnachweise erbracht werden konnten. Mit dem Chancen-Aufenthaltsrecht wandelte die Bundesregierung illegale Migration ganz einfach in legale um.
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