Das gibt es nur in Deutschland: Im Jahr 2002 „muss“ der damals 28-jährige Hamado Dipama – so seine eigene Interpretation – seine Heimat im westafrikanischen Burkina Faso (bis 1960 als Haute-Volta eine französische Kolonie) verlassen. Er fliegt nach Frankreich, wird dort als Asylbewerber aber abgelehnt, mag Frankreich wegen seiner Kolonialgeschichte ohnehin nicht, fährt nach Deutschland weiter und kommt in München an. Auch hier wird sein Asylantrag abgelehnt, aber er bekommt 2014 ein unbefristetes Aufenthaltsrecht.
Exakt ab Merkels willkürlicher Grenzöffnung 2015 wird er von den Öffentlich-Rechtlichen zur Ikone aufgebaut. Der Deutschlandfunk fabriziert am 31. August 2015 – so ein Zufall – ein Portrait zu Dipama und lässt ihn ausführlich zu Wort kommen: „Als ich in Paris angekommen war, habe ich ein Taxi genommen, habe den Taxifahrer einfach gefragt: Zu welchem Bahnhof können Sie mich bringen, dass ich außerhalb Frankreichs fahren kann? Ich hatte auch Deutschland nicht im Kopf, mir war einfach wichtig, außerhalb Frankreichs – und der erste Zug war nach München.“
Zwischenkommentar des DLF: „Er hätte nicht gedacht, dass Asylsuchende in Deutschland so viele Hürden zu nehmen haben.“ Dipama dann weiter: „Ich hätte gerne zum Beispiel mein Studium abschließen wollen, aber das war alles nicht möglich mit meinem Stadium als geduldeter Mensch, ich durfte nicht mal einen Deutschkurs besuchen, ich habe es mir selber beigebracht.“
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