Ein geplanter Abschiebungsflug Österreichs nach Somalia ist gescheitert. Vier ausreisepflichtige somalische Staatsbürger wurden per Charter nach Kenia ausgeflogen, sollten von dort weiter nach Mogadischu gebracht werden – doch die Rückführung kam nicht zustande, weil die somalischen Behörden ihren Staatsbürgern die Einreise verweigerten. Drei der Männer befinden sich inzwischen wieder in Abschiebehaft in Wien, berichtet der Standard.
Der Charterflug landete am Dienstagmorgen am internationalen Flughafen von Nairobi. An Bord befanden sich neben den Betroffenen mehrere Beamte des Innenministeriums, Polizisten, ein Arzt sowie ein Menschenrechtsbeobachter. Statt eines kurzen Zwischenstopps folgte jedoch ein über 30 Stunden andauernder Aufenthalt in der Transitzone. Am Ende mussten die österreichischen Behörden die Rückreise einleiten, da entscheidende Einreisedokumente fehlten.
Nach geltender Praxis lassen somalische Behörden ihre Staatsbürger meist nur dann einreisen, wenn diese freiwillig zurückkehren. Bei zwangsweisen Rückführungen sind formelle Zusagen notwendig. Genau daran mangelte es offenbar. Schriftliche Bestätigungen lagen nicht vor, dennoch wurde der Abschiebeversuch unternommen – offenbar in der Hoffnung, vor Ort eine Lösung zu erzwingen.
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