In einem Schreiben an Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung appellieren in Pakistan festsitzende Afghanen an Deutschland, das zugesagte Schutzversprechen einzulösen. „Wir wollten und mussten der Taliban-Herrschaft entkommen, um zu überleben“, heißt es in dem zweiseitigen Dokument, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt.
Die Verfasser schildern ihre Lage als ausweglos: „Wir können nicht zurück nach Afghanistan. Diese Rückkehr würde für viele von uns brutal und gewaltsam enden.“ Nun fordern sie den Bundeskanzler Friedrich Merz dazu auf, eine Lösung zu finden, „damit wir nicht in Lebensgefahr geraten und diese verzweifelte Situation endet.“
Der Brief entstand innerhalb einer Chatgruppe von rund 600 der insgesamt etwa 2.000 in Pakistan gestrandeten Afghanen. In dem Schreiben heißt es, sie müssten erleben, dass die neue Bundesregierung versuche, „den versprochenen Prozess zu beenden“, auch wenn „dadurch unser Leben in akute Gefahr von Tod und Gewalt gerät“.
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