„In Amerika bedeutete Freiheit immer nur die Freiheit des weißen Mannes“. Dieser Meinung ist die Geschichtsprofessorin Hedwig Richter in der neuesten Folge von Sarah Bosettis Late-Night-Show im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Das Thema der Sendung ist das von Bosetti ausgemachte Abrutschen der USA in den „Faschismus“, wie sie es nennt. Um diese Entwicklung zu diskutieren, hat sie sich für den zweiten Teil des Formats die Geschichtsprofessorin Hedwig Richter sowie den ehemaligen Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer eingeladen. Über zwanzig Minuten übertrumpfen sich diese drei Personen mit haarsträubenden Aussagen über die USA.
Eingeleitet wird die Schimpftirade mit der Frage Bosettis an Brinkbäumer, ob sie denn übertreibe, wenn sie in Bezug auf die USA von Faschismus spreche. Der Journalist lächelt nur und sagt: „Nein“. Zwar seien die USA insgesamt noch keine faschistische Gesellschaft, erläutert er, aber man habe Faschisten in der Regierung. Und schon geht es um Donald Trump. Laut Brinkbäumer sei dieser ein Faschist, weil er Minderheiten bekämpfe, sich selbst als Übervater stilisiere und von der amerikanischen Geschichte als goldener Zeit spreche.
Er lasse „Menschen verfolgen“, erklärt Brinkbäumer weiter. „Menschen werden erschossen und in dunkle Vans geschubst und gezerrt“, meint er. Diese Dinge würden „schon an sehr dunkle Zeiten unserer Geschichte“ erinnern. Zwar sei auch einiges anders als in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in Europa, beispielsweise die Technologie, aber er sehe eindeutig „faschistische Tendenzen“. Später erläutert Brinkbäumer, dass X als „umfassendes“ Werkzeug der Propaganda-Verbreitung „viel stärker“ sei als in der Nazizeit.
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