Ein gutes halbes Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist der politisch-mediale Komplex krampfhaft bemüht, die Beschäftigungsverhältnisse im AfD-Landesverband zu skandalisieren. Jetzt geht AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in die Offensive: Die Anschuldigungen seien „in großen Teilen an den Haaren herbeigezogen“, sagte er der „Berliner Zeitung“. Die Pressekampagne gegen ihn kritisierte er als „völlig unverhältnismäßig“.
Angesprochen auf den Umstand, dass die Beschäftigung von Angehörigen und parteinahen Personen zwar rechtlich zulässig, politisch jedoch problematisch sei, sagte Siegmund, der nach der Wahl am 6. September gute Chancen hat Ministerpräsident zu werden: „Was wir zuerst einmal sehen, ist eine gezielte Kampagne. Völlig unverhältnismäßig und in großen Teilen an den Haaren herbeigezogen. Natürlich ist eine solche Kampagne in einem entscheidenden Wahljahr, nicht nur in Sachsen-Anhalt, kein Zufall. Etwas, das vollkommen legal ist und bei anderen Parteien seit Jahren kein Problem darstellt, soll bei uns, bei der AfD, auf einmal ein Skandal sein? Das ist doch absurd.“
Siegmund begründete die familiären Anstellungsverhältnisse auch mit der Stigmatisierung der AfD. Gutes Personal zu bekommen sei deshalb ungleich schwerer. An seinem Ziel, gegen „Parteifilz, Mauscheleien, Steuerverschwendung und ideologische Scheuklappen“ vorzugehen, habe sich nichts geändert, versicherte der AfD-Spitzenkandidat.
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