In einem Facebook-Post hat der ehemalige Grünen-Politiker und Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, die Antifa-Bewegung scharf kritisiert. Auslöser war ein Antifa-Aufkleber, auf dem zu lesen ist: „Boris! If you don’t like stickers, just look away like you do for genocide“, zu Deutsch also: „Boris! Wenn du keine Aufkleber magst, schau einfach weg, so wie du es beim Völkermord tust.“
Gemeint ist das militärische Vorgehen Israels im Gaza-Streifen. Diese Einstellung der Tübinger Antifa, die sich mit einem großen Teil aller Antifa-Gruppen Deutschlands zum Konflikt zwischen Israel und der Hamas mitsamt ihrer Verbündeten deckt, kritisierte Palmer jetzt scharf.
„Die Antifa in Tübingen gibt ihre ideologische Verirrung seit Jahrzehnten an die nächste Generation junger Leute weiter. Ist halt so. Aber die Verbindung von Antifaschismus mit Antisemitismus ist einfach widersinnig und unappetitlich. Das Leid der Geiseln und friedlichen Opfer wird einfach ausgeblendet. Es kommt nur vor mit der infamen Aussage, dass es vor dem feigen Massaker begann“, schrieb Palmer.
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