Nachdem bereits die USA ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt haben, möchte auch Argentinien die UN-Organisation verlassen. „Präsident Javier Milei hat Außenminister Gerardo Werthein angewiesen, Argentinien aus der WHO zurückzuziehen“, erklärte der Regierungssprecher Manuel Adorni am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.
Als Gründe wurden Differenzen beim Umgang mit der Gesundheitspolitik während der Corona-Pandemie genannt. Darüber hinaus übte die argentinische Regierung auch Kritik: Die WHO habe „ewige Quarantänemaßnahmen ohne wissenschaftliche Unterstützung gefördert“. Mileis Pressesprecher kritisierte überdies auch die Vorgängerregierung, die sich diesen Forderungen unterworfen habe.
Daraus resultierend habe Argentinien den umfassendsten Lockdown auf dem Globus eingeleitet, hieß es weiter. Tatsächlich verhängte die argentinische Regierung vor allem 2021 knallharte Ausgangssperren – was letztlich auch die Wirtschaft des sowieso schon armen Landes beeinträchtigte. Nach offiziellen Angaben starben in Argentinien dennoch 130.000 Menschen an Covid-19.
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