Wegen des Milliardendefizits ihrer Behörde schließt die Chefin der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles (SPD), eine Erhöhung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung nicht aus. Das Defizit im Haushalt der Bundesagentur fällt in diesem Jahr mit geschätzten acht Milliarden Euro doppelt so hoch aus wie noch im Herbst veranschlagt. Hinzu kommen mindestens 1,4 Milliarden Euro, die laut Nahles noch aus dem Vorjahr mitgeschleppt werden.
Einer der Gründe für die Nürnberger Milliardenlöcher: Seit Januar 2025 werden die Kosten für Weiterbildungen von „Bürgergeld“-Empfängern nicht mehr vollständig aus dem Bundeshaushalt getragen. Stattdessen finanziert die Bundesagentur für Arbeit (BA) sie aus den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung. Das sogenannte Weiterbildungsgeld unter anderem auch für Umschulungen beträgt 150 Euro monatlich. Die Kosten allein dafür beziffert die BA laut einem Medienbericht („NiUS“) auf insgesamt rund eine Milliarde Euro.
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