Aufrufe zu Anschlägen auf Weihnachtsmärkte: Berlin warnt vor zunehmender Islamisten-Propaganda für Jugendliche

vor 3 Monaten

Aufrufe zu Anschlägen auf Weihnachtsmärkte: Berlin warnt vor zunehmender Islamisten-Propaganda für Jugendliche
Bildquelle: Apollo News

Islamisten richten sich in zunehmend professionalisierten Videos an Jugendliche, um sie für den Islamismus zu gewinnen. Das ist das Ergebnis des Reports, den die Berliner Senatsverwaltung für Inneres am Montag veröffentlicht hat. Besonders der Islamische Staat rufe in Videos zu Anschlägen auf sogenannte „weiche Ziele“ wie Weihnachtsmärkte und andere öffentliche Veranstaltungen auf, die „mit leicht zu beschaffenden Tatmitteln wie Messern oder Fahrzeugen angegriffen werden sollen“.

Insgesamt wird auf Social-Media-Plattformen mit „jugendaffin aufbereiteten Inhalten“ verschiedener islamistischer Strömungen geworben. Die Inhalte würden vordergründig harmlos wirken und religiöse Fragen beantworten, jedoch ein Einfallstor für salafistische Ideologien sein. In den Videos, die oft nur wenige Minuten lang sind, gibt es oft eine klare Unterscheidung zwischen „erlaubt“ („halal“) und „verboten“ („haram“).

Weiter heißt es: „Es wird ein dichotomes Weltbild zwischen ,wahr/gläubig‘ auf der einen Seite und ,falsch/ungläubig‘ auf der anderen Seite vermittelt. Demokratie und der Rechtsstaat werden ebenso abgelehnt wie Andersgläubige und Andersdenkende.“ Jugendliche könnten im Salafismus einen Ankerpunkt für ihre Suche nach Identität finden und die strenge Auslegung des Islams als Teil einer Protestkultur sehen.

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