Die Deckung des deutschen Gasbedarfs mithilfe von Flüssigerdgas (LNG) stößt zunehmend an Grenzen. Die Importmengen stagnieren, und es bestehen keine langfristigen Lieferverträge. Das wiegt schwer, denn um einen Gasmangel zu vermeiden, setzt die Bundesregierung maßgeblich auf diesen Importweg – vor allem seit der Einstellung russischer Gaslieferungen. Jetzt rückt ein neues Lieferland in den Fokus: Argentinien.
Im Jahr 2022 hatte Deutschland beschlossen, die Importe von russischem Pipelinegas vollständig zu kappen. Bis dahin deckten diese mehr als die Hälfte des deutschen Gasbedarfs mehr oder weniger zuverlässig und vergleichsweise kostengünstig ab. Um die Versorgungssicherheit dennoch aufrechtzuerhalten, entschied das Bundeswirtschaftsministerium, damals unter der Führung von Robert Habeck (Grüne), eine umfassende LNG-Infrastruktur aufzubauen.
In der Folge wurden mehrere Milliarden Euro in den Ausbau von Hafenanlagen, den Bau von LNG-Terminals zur Speicherung des Energieträgers sowie in entsprechende Netzanschlüsse investiert. Darüber hinaus mietete Deutschland sogenannte FSRU-Schiffe (Floating Storage and Regasification Units) an.
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