In Barcelona kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen bei anti-israelischen Demonstrationen am Mittwoch. Geschäfte wurden zerstört, Polizisten angegriffen, Barrikaden angezündet. 15 Personen wurden verhaftet. Elf davon sollen laut dem spanischen Sender RTVE minderjährig sein. Mehrere Gewerkschaften hatten laut Tagesspiegel zum Streik wegen des israelischen Militäreinsatzes im Gazastreifen aufgerufen. Dabei gilt seit fünf Tagen eine Waffenruhe. Die Gewerkschaften forderten, die Arbeit für zwei Stunden am Morgen, am Mittag und am Abend niederzulegen.
Laut Polizei waren 15.000 Demonstranten vor Ort, die Veranstalter sprachen von 50.000 Personen. Sie liefen hinter einem Banner her, auf dem „Vom Fluss bis zum Meer, Palästina wird gewinnen“ stand, wie Times of Israel berichtet. Abends griffen Vermummte, teils mit Palästinafahnen bekleidet, Geschäfte von Burger King, Starbucks und McDonald’s an, weil sie den Unternehmen vorwerfen, mit Israel verbündet zu sein.
Videoaufnahmen von X zeigen, wie angezündete Müllcontainer auf den Straßen stehen. Sie sind mit „Free Gaza“ besprüht. Eine Person wirft Pyrotechnik in Richtung einer Gruppe Polizisten. Mülltonnen werden in die Fensterscheiben von McDonald’s-Filialen geworfen; die Fensterscheiben von Starbucks-Filialen werden mit Stangen zerschlagen. Insgesamt kam es in 40 Städten zu anti-israelischen Protesten, darunter Sevilla, Madrid oder Valencia.
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