Irische Landwirte gehen seit Wochen auf die Straße, um gegen steigende Spritkosten und das Mercosur-Abkommen zu protestieren. Bei den sogenannten Treibstoffprotesten geht es jedoch um weit mehr. In Irland wächst die Unzufriedenheit mit der Agrarpolitik der Regierung.
Irische Landwirte organisieren seit Monaten landesweit Protestaktionen, die sich seit dem Ausbruch des Nahostkriegs und den damit verbundenen explodierenden Spritpreisen weiter zugespitzt haben. Streit um Ausnahmeregelungen, das Mercosur-Abkommen und die Besetzung der Bord-Bia-Zentrale zeichnen ein kritisches Bild einer Gesellschaft, in der die Landwirtschaft eine zentrale Rolle spielt, wie The Journal unter anderem berichtet.
Die Regierung kündigte am Sonntagabend zwar ein Treibstoff-Hilfspaket an, um den steigenden Spritpreisen entgegenzuwirken. Die vorgesehenen 500 Millionen Euro stoßen bei vielen Bauern jedoch auf Skepsis und Unverständnis. Für zahlreiche Landwirte ist das angesichts der angespannten Lage zu wenig. Viele sehen in dem Paket lediglich einen Zwischenschritt, nicht aber eine echte Lösung. Zudem rechnen zahlreiche Betriebe mit weiteren Preisschocks, sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter zuspitzen.
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