In der Corona-Enquete-Kommission des Bundestags sind am Donnerstag grundlegend unterschiedliche Bewertungen der Covid-19-Impfstoffe frontal aufeinandergetroffen. Im Mittelpunkt der öffentlichen Anhörung standen der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und der ehemalige Pfizer-Chef-Toxikologe Helmut Sterz – mit Positionen, die kaum weiter auseinanderliegen könnten.
Die Sitzung im Berliner Marie-Elisabeth-Lüders-Haus entwickelte sich zeitweise zu einem offenen Schlagabtausch. Thema der Anhörung war die „Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems, Impfstrategie und Forschung“.
Der von der AfD geladene Experte Helmut Sterz stellte während seiner Befragung durch den emeritierten Finanzwissenschaftler Stefan Homburg, der für die AfD in der Kommission sitzt, die Grundlage der Impfkampagne grundsätzlich infrage. Die Zulassung der mRNA-Impfstoffe sei im „Schnelldurchgang“ erfolgt, zentrale Sicherheitsprüfungen seien unzureichend gewesen oder überhaupt nicht erfolgt. „Die Sicherheit dieser Vakzine wurde vorgetäuscht“, erklärte Sterz.
Besonders scharf fiel seine Bewertung der beschleunigten Zulassung aus. Diese sei nichts anderes als ein „Menschenversuch“ gewesen, so Sterz. Die Studien hätten allenfalls für „ein Killervirus wie Ebola“ genügt, nicht jedoch für ein Coronavirus, das „im Wesentlichen eine Grippe verursacht“.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











